Find what feels good

Für Yoga habe ich mich eigentlich nie sonderlich interessiert. Ich habe das immer für eine Art Gymnastik gehalten und “das ist einfach nichts für mich”.
Auf einer Feier erzählte mir dann eine Freundin, dass sie regelmäßig Yoga praktiziert. Da wurde ich neugierig, denn da trafen zwei Gegensätze aufeinander – sie? Yoga? Also habe ich sie gefragt, was man da eigentlich so macht und sie hat ganz viel erzählt und mir auch ein paar Übungen gezeigt. Als sie mir von einer Rückenstunde berichtete, die sie häufiger besucht, habe ich mich entschlossen das in einer Probestunde einmal selbst auszuprobieren. Ich habe eine schiefe Wirbelsäule und häufig Rückenschmerzen – eigentlich sollte ich regelmäßig etwas für meine Rückenmuskulatur tun. Warum also nicht Yoga?

Im Oktober letzten Jahres hatten wir uns dann verabredet und sie nahm mich mit in ihr Yogastudio. Die erste Überraschung gab es für mich gleich am Eingang: Yoga wird barfuß praktiziert und die Schuhe beim Betreten des Studios ausgezogen. Die Atmosphäre war angenehm und die Mitarbeiter sehr freundlich. Man zeigte mir die Räumlichkeiten, wir zogen uns um und alles, was ich fürs Yoga brauchte, konnte ich mir leihen. Rauf auf die Matte und los ging es!

Anfangs war es ungewohnt  und ich musste mich zurückhalten um nicht zu kichern. Atemübungen zum Aufwärmen? Katze und Kuh? Wo war ich denn da gelandet? Mit der Zeit merkte ich aber doch, dass die Übungen durchaus anstrengender waren als sie aussahen. Ich geriet ganz schön ins Schwitzen und konnte manche Positionen nicht bis zum Schluss halten. Geschweige denn, dass ich so gelenkig war wie manch andere Teilnehmer.
Nach dem Ende der Stunde (tatsächlich waren es 75 Minuten) fühlte ich mich großartig. Ich schwebte wie auf Wolken, meine Rückenschmerzen waren verschwunden und ich fühlte mich rund um wohl. Zuhause las ich dann mehr über Yoga und erfuhr von den vielen Vorteilen und der gesunden Wirkung. Selbst am nächsten Tag noch fühlte ich mich entspannt und locker. Ein einmaliges Ergebnis?

Eine Zehnerkarte musste her. Ich wollte testen, ob ich dieses super Gefühl erneut erzeugen konnte und ob es mit der Zeit nachlassen würde. Aber auch nach der zweiten Rückenstunde ging es mir hervorragend. Das zweite Mal in dieser Woche ging ich zu einer Basic-Stunde und merkte auch da, wie gut es mir tat. Außerdem stellte ich fest, dass ich tatsächlich zwei Einheiten pro Woche brauchte. Bei nur einer kehrten die Rückenschmerzen zurück und das entspannte Gefühl verschwand.
Zur Weihnachtszeit hatte ich die Zehnerkarte aufgebraucht und konnte dann aus zeitlichen Gründen drei Wochen lang nicht mehr ins Studio gehen. Während dieser Zeit habe ich gemerkt, wie sehr mir das Yoga fehlte. Kein absichtlicher Test, aber dennoch sehr hilfreich.

Ich habe jetzt einen Vertrag mit dem Studio abgeschlossen und gehe regelmäßig zwei Mal die Woche zum Yoga. Vielleicht werde ich ab und zu sogar noch häufiger gehen. Es tut mir und meinem Körper gut und ich merke, wie ich langsam flexibler werde und meine Muskeln sich an die Übungen anpassen. Neue Positionen kann ich noch nicht immer die ganze Zeit über halten, aber das macht nichts. Beim Yoga geht es nicht darum, besser zu sein als die anderen, sondern es geht um die eigene, persönliche Entwicklung.
Auch das gefällt mir sehr gut. Früher habe ich viel Leistungssport betrieben, bei dem man sich selbst unter Druck setzt. Druck hat man aber auch im Alltag schon genug. Yoga nimmt mir diesen Druck. Yoga hilft mir, die Probleme im Alltag besser zu bewältigen.

Find what feels good” – über meine Twitter-Timeline bin ich auf den Youtube-Kanal Yoga with Adriene gestoßen. Sie ist eine tolle Yogalehrerin, die ihr Wissen mit uns auf Youtube teilt. Find what feels good ist ihr Leitspruch.Für mich beschreibt dies Yoga perfekt – tue das, was sich für dich gut anfühlt.

Ich muss zugeben, dass ich Yoga hauptsächlich aufgrund der körperlichen Bewegungen praktiziere. Durch die Atemübungen zu Beginn der Stunde finde ich zu mir, kann mich auf mich selbst und meinen Körper konzentrieren und in der Entspannungsphase zum Ende der Stunde komplett abschalten. Auch das tut mir unglaublich gut. Ansonsten kann ich mit den Meditationsübungen – die in den Kursen, die ich besuche auch eher in den Hintergrund rücken – (noch?) nicht viel anfangen. Aber das macht nichts. I’m finding what feels good.

BuchSaiten Blogparade 2014

BuchSaiten Blogparade 2014
 

Katrin von BuchSaiten.de hat wieder zur alljährlichen Blogparade aufgerufen! Und dieses Jahr bin ich endlich dabei ;)

1.) Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)
“Feuer und Stein” von Diana Gabaldon. Die Highland-Saga ist mir schon öfter begegnet und mehrfach von einer sehr guten Freundin empfohlen worden. Dennoch konnte ich mich irgendwie nicht dazu entschließen den ersten Band mal anzulesen. Erst als es das eBook kostenlos als Aktion auf amazon zum Download gab, dachte ich mir “für umsonst kann man nicht viel falsch machen” und habe es dann auch endlich gelesen. Ich weiß nicht warum, aber erwartet hatte ich etwas einfach nur Schnulziges vermischt mit ein wenig Zeitreisen und Punkt. Aber es hat mir sogar so gut gefallen, dass ich die etwa 800 Seiten komplett an nur einem Wochenende gelesen habe. Es wird jetzt zwar nicht unbedingt gleich eines meiner Lieblingsbücher werden, aber nach und nach werde ich die Reihe sicherlich komplett lesen.

2.) Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)
Ich habe mir gerade nochmal meine Leseliste aus diesem Jahr angeschaut und festgestellt, dass tatsächlich keins dabei war, auf das diese Beschreibung zutrifft. Das hat doch auch was ;)

3.) Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Brandon Sanderson. Crini von itsallaboutbooks.de hat immer wieder von Brandon Sanderson und der Mistborn-Trilogie geschwärmt. Ihre Rezension klang ganz nach meinem Geschmack und genau den hat der Autor auch voll getroffen. Ich werde definitiv noch mehr Bücher von ihm lesen!

4.) Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Auch hier muss ich wieder die Mistborn-Trilogie von Brandon Sanderson nennen. :) Die Cover sind einfach wunderschön und sehen sehr edel aus. Ich mag so schlicht gehaltene Buchcover. Aber auch das Cover von “The Last Letter from your Lover” von Jojo Moyes gefällt mir sehr gut.

5.) Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2015 lesen und warum?
Ich möchte unbedingt die letzten Bände (in meinem Fall Band 8-10) von “Das Lied von Eis und Feuer” von George R. R. Martin lesen, weil ich wissen möchte, wie es weiter geht und um dann eventuell auch endlich die Serie gucken zu können. Außerdem möchte ich die Divergent-Trilogie von Veronica Roth sowie “His Fair Assassin” von Robin LaFevers beenden und “The Alloy of Law” und weitere Bücher von Brandon Sanderson lesen. Zum Einen um die Reihe jeweils abzuschließen und zum anderen weil ich generell nächstes Jahr wieder mehr lesen möchte.

 

Und nun wünsche ich euch allen einen schönen Silvesterabend sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir lesen uns 2015 ;)