There is one mirror in my house.
dt. Titel: Die Bestimmung
Autorin: Veronica Roth
Dystopie | Katherine Tegen Books | 487 Seiten
ISBN: 978-0-06-202402-2
Webseite: veronicarothbooks.com
Bewertung: 
Teil 1 der Divergent-Trilogie
Ich bin derzeit irgendwie nicht in der Lage eine vernünftige Zusammenfassung des Inhalts zu schreiben, deshalb bin ich einfach mal so frei, den Klappentext zu zitieren, der eigentlich den Nagel auf den Kopf trifft.
In Beatrice Prior’s dystopian Chicago world, society is divided into five factions, each dedicated to the cultivation of a particular virtue-Candor (the honest), Abnegation (the selfless), Dauntless (the brave), Amity (the peaceful), and Erudite (the intelligent). On an appointed day of every year, all sixteen-year-olds must select the faction to which they will devote the rest of their lives. For Beatrice, the decision is between staying with her family and being who she really is-she can’t have both. So she makes a choice that surprises everyone, including herself.
During the highly competitive initiation that follows, Beatrice renames herself Tris, and struggles alongside her fellow initiates to live out the choice they have made. Together, they must undergo extreme physical tests of endurance and intense psychological simulations, some with devastating consequences. As initiation transforms them all, Tris must determine who her friends really are-and where, exactly, a romance with a sometimes-fascinating, sometimes-exasperating boy fits into the life she’s chosen. But Tris also has a secret: one she’s kept hidden from everyone, because she’s been warned it can mean death. And as she discovers unrest and growing conflict that threatens to unravel her seemingly-perfect society, she also learns that her secret might be what helps her save those she loves . . . or it might be what destroys her.
Zunächst hat mich dieses Buch eigentlich überhaupt nicht interessiert. Aber als immer mehr begeisterte Rezensionen auftauchten und viele Leser dieses Buch als ihr Highlight 2011 bezeichneten, wurde ich doch neugierig. Der Klappentext hörte sich sehr interessant an und ich war gespannt, was mich hier erwartete. Ich hoffte auf eine spannende, unterhaltsame Geschichte, die mich ebenso wie die vielen anderen Leser fesseln würde.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil: ich bin begeistert. Es ist einfach großartig Tris’ Entwicklung miterleben zu können. Zu sehen, wie sie kämpft, wie sie zu sich selbst findet und allmählich in ihrer neuen Welt zurechtkommt.
Zu Anfang des Buches ist Beatrice sechzehn und steht vor der Wahl, welcher Fraktion sie den Rest ihres Lebens angehören wird. Sie ist unsicher, fühlt sich in Abnegation nicht richtig wohl, weiß aber auch nicht recht, zu welcher Fraktion sie sonst gehören sollte. Doch wenn sie ihre Fraktion verlässt, wird sie ihre Familie nicht wieder sehen, denn Fraktion geht vor Blut.
Das Ergebnis des Tests, der den Jugendlichen dabei helfen soll, herauszufinden, zu welcher Fraktion sie am besten passen, bleibt bei Beatrice unklar. Sie kann nicht eindeutig einer Fraktion zugewiesen werden und wird gewarnt, dass dies gefährlich sei. Am Ende entscheidet sie sich für Dauntless und wagt einen kompletten Neuanfang. Um dies noch zu verdeutlichen, nennt sie sich selbst Tris und steht, wie alle anderen, vor der großen Herausforderung, die Initiation zu bestehen.
Sie hat es nicht leicht, als ehemaliges Abnegation-Mitglied. Sie muss hart kämpfen, sich selbst und allen anderen immer wieder beweisen, dass sie das Zeug für eine Dauntless hat. Doch sie ist fest entschlossen, denn sie merkt: dies ist ihre Welt, ihre neue Familie.
Der Wechsel von den ihr beigebrachten Normen und Werten der Abnegation hin zu den neuen Gedanken und Handlungsweisen der Dauntless geht für meinen Geschmack etwas zu schnell. Klar, es fiel ihr noch nie leicht so selbstlos zu sein, wie ihre Fraktion es von ihr erwartete, aber die Dauntless sind so völlig anders in ihrem Denken. Sie nehmen weder Rücksicht auf andere noch auf sich selbst. Hin und wieder hat Tris ein paar Gewissensbisse und fragt sich, ob das, was sie tut, richtig ist. Aber im Großen und Ganzen will sie einfach nur dazugehören und passt sich sehr schnell an. Da hätte ich mir etwas mehr Zögern gewünscht, denn das wäre mir natürlicher vorgekommen – selbst, wenn sie ihrer Natur nach mehr zu den Dauntless zu passen scheint.
Das war dann aber auch schon der einzige Kritikpunkt, der mich störte. Der Rest der Geschichte hat mich fasziniert und glücklicherweise erscheint der zweite Teil „Insurgent“ bereits im Mai diesen Jahres. Hier und da werden ein paar Dinge eingestreut, die auf einen gewaltigen Hintergrund und Strippenzieher schließen lassen und ich bin schon sehr gespannt, ob sich meine Vermutungen bestätigen werden.
Das ist zwar jetzt etwas schwammig formuliert, aber ich mag hier auch nicht zu viel verraten, um euch den Spaß an der Lektüre nicht zu verderben.

Die Sprache ist gut zu verstehen und wirkt auf mich sehr flüssig. Die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben und ein wenig Romantik gibt es auch.
Ich habe das Buch kaum zur Seite legen können und es sehr schnell ausgelesen. Besonders gut gefallen hat mir auch das Cover und was unter dem Schutzumschlag zum Vorschein kam. Wenn möglich, würde ich euch empfehlen das Buch auch auf Englisch zu lesen – schon allein deshalb, weil in der deutschen Übersetzung die Namen der Fraktionen geändert wurden. Aber egal, in welcher Sprache: lest es!